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Asakusa

In diesem Stadtviertel am Sumida-Fluss mit seinen Einkaufsstraßen, Restaurants und Handwerksbetrieben sowie kleinen Gassen erhalten Sie noch am ehesten eine Vorstellung, wie das Tokio der Vormoderne einmal aussah, damals, als Asakusa (sprich: Assacksa) berühmt war als Amüsierviertel mit Freudenhäusern, Theatern und Jahrmärkten. Hier wurde später die erste westliche Oper aufgeführt, der erste Kinofilm gezeigt und das erste Stripteaselokal eröffnet.

Asakusas Zentrum ist der Sensoji, besser bekannt als Asakusa-Kannon-Tempel. Der Weg dorthin führt durch das Kaminari-Mon (Donnertor) mit einem der bekanntesten Fotomotive Tokios, einem 3,30 m hohen und 100 kg schweren Lampion. Das Tor ist eine Nachbildung, die Köpfe der Götterstatuen Donner und Wind dagegen sind alt. Die Nakamise-dori mit vielen Souvenirläden führt direkt zum Haupttempel, vorbei an einem großen Weihrauchgefäß. Hingebungsvoll fächern sich die Gläubigen hier den Rauch der glimmenden Stäbchen ins Gesicht: Er soll vor Krankheiten und anderem Ungemach schützen.

In einem goldenen Schrein des Tempels soll ein goldenes Abbild der Göttin der Barmherzigkeit Sho Kannon liegen. Der Legende nach ging die Figur im Jahr 628 nahe der Flussmündung zwei Fischern ins Netz, die daraufhin den Tempel gründeten. Die mehrfach zerstörte große Halle Kannon-do wurde 1958 wieder aufgebaut. Viele Japaner beten hier um Glück, nachdem sie Geld in einen Opferkasten geworfen haben. Neben mehreren kleinen Hallen - die Awashima-do beispielsweise ist dem Wohl der Frauen gewidmet - fällt v. a. die 48 m hohe, fünfstöckige Pagode ins Auge, die wie die große Halle zu Japans Nationalschätzen zählt.

Ginza

Die berühmte Glitzermeile mit mehreren bunten Haupt- und Nebenstraßen ist das eigentliche Zentrum Tokios, wo sich heute vor allem ausländische Designer und Luxushersteller mit edlen Boutiquen an Prunk und Preis überbieten. Der elegante Stadtteil mit sieben großen Warenhäusern, vielen Restaurants, Galerien und Geschäften wurde nach einem Brand 1872 das erste Viertel im westlichen Stil mit Steinhäusern und Straßenlaternen. Das Matsuzakaya machte später Geschichte als Japans erstes Kaufhaus, in dem sich die Kunden beim Betreten nicht mehr die Schuhe ausziehen mussten.

Harajuku

Der quirlige Stadtteil mit der schicken Allee Omotesando bis hin zur Aoyama-dori und Kottōdori ist neben der Ginza Tokios attraktivste Flanier- und Einkaufsmeile mit vielen Geschäften für alle Ansprüche und Einkommen. Die Omotesando wird zuweilen »Tokios Champs Elysées« genannt, weil hier die ersten Straßencafés des Landes aufmachten. Neben den bekanntesten japanischen Modeschöpfern wie Issey Miyake und Rei Kawakubo siedeln sich immer mehr teure internationale Boutiquen und Restaurants an. In den Seitenstraßen, besonders auf der Takeshita-dori drängeln sich die Teenager in vergleichsweise preiswerten Läden und Restaurants. Am Wochenende zeigen sich hier die ausgeflipptesten Japaner.

Kaiserpalast (Kokyo)

Der Wohnsitz des Kaisers und seiner Familie auf dem Gelände der ehemaligen Burg gleicht einer riesigen grünen Insel inmitten des Stadtzentrums. Der Palast ist der Öffentlichkeit nur zweimal im Jahr zugänglich, am 2. Jan. und zum Geburtstag des Kaisers am 23. Dez. Sie können jedoch in einem Teil des umliegenden Gartens spazieren gehen. Beim Eintritt erhält man einen Plastikchip, der beim Hinausgehen zurückzugeben ist.

Meiji-Schrein

Das prächtigste Shinto-Heiligtum der Stadt, der Meiji-jingu, liegt inmitten eines 70 ha großen Parkgeländes. Es wurde als Denkmal für den Meiji-Kaiser (1850-1912) errichtet, unter dessen Herrschaft die Isolationspolitik endete und sich Japan auf den Weg zu einem modernen Staat machte. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde der Schrein originalgetreu wieder aufgebaut. Das Ni-no-Torii ist das größte hölzerne Schreintor des Landes. In der Neujahrsnacht pilgern Zehntausende Japaner hierher, um mit einer Geldspende für Glück zu beten. Tgl. 9-16.30 Uhr, jeden 3. Fr im Monat geschl., Eintritt frei, www.meijijingu.or.jp/english/
Shinjuku

Shinjuku, »neue Unterkünfte«, lag früher außerhalb der Stadt als Neubaugebiet mit billigen Absteigen und Bordellen. Erst 1932, als sich die Gegend nach dem Bau des Bahnhofs zu einem Vergnügungsviertel für die weniger betuchten Tokioter entwickelte, wurde Shinjuku eingemeindet. In den Boomjahren avancierte West-Shinjuku mit seinen mittlerweile 18 Wolkenkratzern zum Symbol des wirtschaftlichen Aufstiegs. Im Osten dagegen ist im Rotlichtviertel Kabuki-cho sowie in den Restaurantgassen Unterhaltung angesagt. Mit rund 2 Mio. Fahrgästen täglich ist der Bahnhof Shinjuku der verkehrsreichste der Welt.

Hauptsehenswürdigkeit ist das 243 m hohe, 48-stöckige Rathaus (Tokio Metropolitan Government Offices), das höchste Gebäude des Viertels. Der von Stararchitekt Kenzo Tange gebaute, 1991 eingeweihte zweitürmige Komplex mit der Citizens Plaza wird von den Tokiotern ebenso als »neue Hauptstadt« bewundert wie als »Steuerturm« verlästert, weil der Gigant 1 Mrd. Euro kostete. Mehr als 13 000 Beamte und Angestellte sind hier tätig. Beeindruckend ist bei klarem Wetter v. a. die Aussicht von der Plattform im 45. Stock, von der mit Glück der Fuji-Berg zu sehen ist.

Tsukiji-Fischmarkt

Köche, Feinschmecker und Touristen schwärmen gleichermaßen von Tokios Fischmarkt, dem größten der Welt. 2400 t Seegetier werden hier täglich verauktioniert, ein Drittel aller Meeresprodukte des Landes. Das Geschehen mitzuerleben heißt, früh aufstehen: Um 4.30 Uhr karren und schleppen Händler ihre Fracht in die Auktionshalle. Spätestens um 5.30 Uhr sind auch die mehr als 400 umliegenden Esslokale und Geschäfte geöffnet, die neben jedem Zubehör rund um den Fisch auch Gemüse, Obst, Fleisch und alle erdenklichen Haushaltsgeräte anbieten. Bis gegen 10 Uhr kaufen Einzelhändler, Hausfrauen und Touristen hier ein, essen das frischeste Sushi der Welt oder schlürfen eine frühe Nudelsuppe auf der Straße.

Ueno, Ueno-Park

Der erste öffentliche Park Japans (Keno-koen) erfreut mit Tempeln, einer berühmten Pagode und den meisten Museen der Hauptstadt und ist - außer bei den Saufgelagen zur Kirschblütenzeit - eine Oase der Ruhe. Interessant sind die Samuari-Statue von Saigo Takamori am südlichen Parkeingang, der Kiyomizu-Kannon-Tempel, der den Stadtteil vor bösen Geistern schützen soll, sowie die Museen. Witzig außerhalb des Parks ist die alte Passage Ameya-yokocho nahe dem Ueno-Bahnhof mit Hunderten von Händlern und Marktschreiern.


Weblinks

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